Die Jungsozialisten wollen mit ihrer sogenannten 99%-Initiative mehr Geld umverteilen und dazu neue Steuern auf Erträgen und Wertsteigerungen von Vermögen einführen. Eine breite Allianz aus Politik und Wirtschaft bekämpft diese Steuerinitiative, die auch von Bundesrat und den Finanzdirektorinnen und -direktoren der Kantone abgelehnt wird.

Neue Steuern – mit Wirkung über und unter dem Schwellenbetrag

Die Steuerinitiative der Juso birgt zahlreiche Risiken und könnte viele böse Überraschungen bringen. Denn betroffen sind breite Kreise, selbst dann, wenn der Schwellenbetrag für die Zusatzsteuer bei 100’000 Franken läge. Über Jahre gewachsene Wertsteigerungen von Immobilien oder Anlagen führen dazu, dass praktisch alle Hauseigentümer sowie KMU-Inhaber und Landwirte in Zukunft sogar auf fiktive Einkommen Steuern bezahlen müssten.

Entscheidend ist zudem, dass Initiative auch unter dem noch zu definierenden Schwellenwert ihre Wirkung entfaltet. So sind bisher steuerfreie Kapitaleinkommen im Privatbesitz in Zukunft voll zu versteuern. Diese neue Steuer trifft beispielsweise alle Kleinanleger. Damit wird klar, dass der populistische Initiativtitel und der trügerische Schwellenbetrag nichts anderes sind als ein Ablenkungsmanöver der Juso. Die Rechnung für die neuen Steuern ist einmal mehr vom Mittelstand und Unternehmen zu berappen.

Unternehmerfeindliche Vorlage

Besonders betroffen sind KMU und mittelständische Familienbetriebe; konkret Unternehmer, deren persönliches Vermögen im eigenen Betrieb gebunden ist. Neu müssten Unternehmer – zusätzlich zu den Gewinn- und Vermögenssteuern – auch noch ihre Dividende zu 100% als Einkommen versteuern. Das trifft Inhaber, die mehr als 10 Prozent ihres eigenen Betriebes besitzen, also vorab KMU. Für besonders erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer würde die Dividendenbesteuerung von heute rund 70 Prozent auf 150 Prozent hochschnellen und sich damit mehr als verdoppeln. Dieses Geld fehlt für Investitionen und schwächt damit die Innovationsfähigkeit.

Gravierend und kontraproduktiv sind auch die Auswirkungen auf Start-Ups und Betriebsübergaben. Die Steuerinitiative setzt falsche Anreize und verteuert Nachfolgeregelungen. Die Vorlage ist damit eine der Unternehmerfeindlichsten seit Jahren, die direkt das Unternehmertum angreift, Firmen destabilisiert und damit Wohlstand und Arbeitsplätze gefährdet. Am 26. September gilt: Nein zur Steuerinitiative der Juso!

Dies könnte Sie auch interessieren:

16.09.2021

Wie die Juso-Initiative Erfolgsgeschichten von Start-ups wie «On» gefährdet

07.09.2021

Blick Abstimmungs-Kampf zur Steuer-Initiative der Juso